von: Pascal Rösler | Vorstand Pure Water for Generations e.V.

Als Förderpartnerin der Wassertage 2026 blickt die Stiftung Zukunft jetzt! gemeinsam mit dem Verein Pure Water for Generations e. V. auf einen Sommer zurück, der eindrücklich gezeigt hat, wie viel ein einziger Tag am Wasser bewirken kann.

Ein Sommer voller Begegnungen am Wasser

Von Anfang Juni bis Ende Juli 2026 war Pure Water for Generations e. V. an 85 Wassertagen in Deutschland und Österreich unterwegs – an Flüssen, Seen, Stauseen und am Meer. 3.265 Jugendliche nahmen teil, begleitet von 250 Lehrkräften, 86 Volunteers und 24 Wassermentoren. Gemeinsam sammelten sie Müll, sprachen über Renaturierung, Gewässerverschmutzung und virtuellen Wasserverbrauch und stellten sich die Frage, was der eigene Konsum mit den Gewässern dieser Welt zu tun hat.

Im Zentrum jedes Wassertages stand dabei ein einfacher, aber wirkungsvoller Gedanke: Wissen allein verändert selten etwas. Veränderung beginnt oft erst dann, wenn Wissen mit einer persönlichen Erfahrung verbunden wird.

Der Klimawandel wird sichtbar

Schon früh im Sommer war die Trockenheit an kleinen Seen, Weihern und Flüssen spürbar – lange bevor ihre Folgen an großen Gewässern für alle sichtbar wurden. In Magdeburg wurde im Nebenarm der Elbe nach genug Wasser zum Stand-Up-Paddeln wirklich gesucht, da der Wasserrückgang aufgrund der Trockenheit so immens war. Am Ammersee lag der Wasserstand rund einen halben Meter unter dem Vorjahresniveau, an anderen Gewässern breiteten sich bei Temperaturen von über 28 Grad zunehmend Blaualgen aus – mit spürbaren Folgen für das ökologische Gleichgewicht.

Was in Klimaberichten oft abstrakt bleibt, wurde den Jugendlichen bei den Wassertagen unmittelbar erfahrbar. Eine Wassermentorin berichtet: „Besonders berührt hat mich, wie nah den Schülern das Thema Wasser ist. Immer wieder erzählten sie von Überschwemmungen oder von Vorgaben ihrer Städte, Wasser zu sparen.“

Wissen wird zur persönlichen Erfahrung

Ob beim Stand-up-Paddling, beim Müllsammeln am Ufer oder in stillen Achtsamkeitsmomenten am Wasser: Die Rückmeldungen der Jugendlichen zeigen, wie stark der direkte Kontakt mit dem Element wirkt. 86 Prozent der befragten Schüler bewerteten ihren Wassertag als gut oder super. Mehr als neun von zehn Jugendlichen, die auf dem SUP hinausfuhren, beschrieben das Erlebnis als wunderschön oder aufregend. Insgesamt gaben rund 91 Prozent an, dass der Tag bei ihnen etwas angestoßen hat – von einem veränderten Blick auf Wasser bis zum konkreten Vorsatz, selbst aktiv zu werden.

Besonders gut blieb die #NIMM3-Botschaft im Gedächtnis: NIMM3 bedeutet: Wenn du in der Natur bist, dann nimm einfach drei Dinge mit, die dort nicht hingehören, und entsorge sie diese entsprechend. Mit 1.630 Nennungen war sie der häufigste Handlungsimpuls, den die Jugendlichen aus dem Wassertag mitnahmen. Und die Wirkung endet nicht am Ufer: Rund neun von zehn Schülern wollten ihrer Familie oder ihren Freunden von dem Tag erzählen – so wurden über die 3.265 Teilnehmenden hinaus schätzungsweise fast 10.000 weitere Menschen erreicht.

Auch Lehrkräfte ziehen eine positive Bilanz

Nicht nur die Jugendlichen, auch die begleitenden Lehrkräfte zogen ein überzeugendes Fazit. 68 Prozent der befragten Lehrkräfte beobachteten, dass ihre Schüler durch den Wassertag eine stärkere Verbindung zum Thema Wasser aufgebaut haben. 91 Prozent möchten Inhalte wie die #NIMM3-Regel oder Achtsamkeitsübungen dauerhaft in ihren Schulalltag übernehmen, und 94 Prozent würden den Wassertag gerne regelmäßig an ihrer Schule anbieten.

Der Schuldirektor der Mittelschule Schwertberg in Oberösterreich, Jakob Klein, ordnete das Format so ein: „Der Wassertag war für die Kinder und Jugendlichen ein einmaliges Erlebnis direkt in ihrem Lebensumfeld. Das Konzept ist toll und nachhaltig und der Wassertag ist sicher ein Best-Practice-Beispiel für ein fächerübergreifendes, außerschulisches Kooperationsprojekt.“

Ein Tag kann ein Anfang sein

Für Pure Water for Generations e. V. waren es 85 Wassertage. Für jede Schülerin und jeden Schüler war es zunächst nur einer. Ein einzelner Tag verändert nicht automatisch dauerhaft ein Verhalten – aber er kann eine Erfahrung ermöglichen, aus der Veränderung wachsen kann. Genau das möchten wir als Förderpartnerin auch in Zukunft ermöglichen.


Stiftung Zukunft Jetzt! als Förderpartner

Als Stiftung Zukunft jetzt! ist es uns ein zentrales Anliegen, Projekte zu unterstützen, die Jugendliche in achtsame Verbindung mit der Natur bringen und ein Samen für eine Veränderung gesät wird. Die Wassertage zeigen eindrücklich, wie aus einem einzigen Tag am Wasser neues Bewusstsein, konkrete Handlungsimpulse und – wie die Zahlen belegen – nachhaltiges Engagement über den Tag hinaus entstehen können. Wir danken allen Wassermentoren, Lehrkräften und den 3.265 Jugendlichen, die diesen Sommer mit ihrem Mut, ihrer Neugier und ihrem Engagement geprägt haben.

Eine Teilnehmerin malt ein Wasserbild
Foto: Theresa Lange Fotografie
Teilnehmer im Kreis auf Matten
Foto: Theresa Lange Fotografie
Teilnehmer sitzen auf Stand Up Paddle Boards an Land
Foto: Theresa Lange Fotografie
Teilnehmer auf SUPs
Foto: Theresa Lange Fotografie

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Kategorien: Veranstaltungen, Projekt-News
Tags: Bildung, Wissenschaft und Forschung, Natur- und Umweltschutz