Der Froschschenkelhandel ist ein lange vergessenes Tier-& Artenschutzthema. Doch die Recherchen von Pro Wildlife zeigen: Noch immer importiert die EU mehr als 4.000 Tonnen Froschschenkel jährlich aus Indonesien – das entspricht 84-200 Millionen Fröschen, die meisten davon in Indonesien, der Türkei und Albanien aus der Natur eingefangen und auf grausame Weise getötet.
Von 2021 bis 2025 förderte die Stiftung Zukunft jetzt! die Kampagne von Pro Wildlife gegen den internationalen Froschschenkelhandel und ermöglichte so eine zunehmende Sensibilisierung bei politischen Entscheidungsträgern und wichtigen Teilen der Lebensmittelindustrie, die schließlich zu einer deutlichen Einschränkung der Importe v.a. im Hauptkonsumland Frankreich und schließlich zu internationalen Schutzmaßnahmen geführt hat .
Recherche zu Umfang und ökologischen Folgen des Froschschenkelhandels; Aufzeigen der zentralen Rolle der EU und insbesondere Frankreichs
Gewinnen der französischen Naturschutzorganisation Robin des Bois als Projektpartner
Recherche in französischen Supermärkten
Vorstellen der Problematik beim Tierausschuss des Weltartenschutzabkommens CITES
Veröffentlichung des Berichtes „Deadly Dish: Role and responsibility of the European Union in the international frogs’ legs trade“
Begleitende Pressearbeit mit ~ 160 Medienberichten u.a. in Frankreich, gesamter EU, Osteuropa und Indonesien
Einbinden deutscher Starköche in eine Social Media-Aufklärungskampagne
Organisation & Durchführung eines Events zu Froschschenkeln auf der CITES-Konferenz
Veröffentlichen zweier Fachartikel in wissenschaftlichen Journalen
Pressearbeit führt zu ~ 130 weiteren internationalen Artikeln zur Froschschenkelproblematik und erhöht öffentlichen Druck
Verhandlungen mit führenden französischen Supermarktketten
Erarbeiten umfassender Hintergrundinformationen als Grundlage für CITES-Schutzanträge für die betroffenen Froscharten für die Konferenz 2025
Social-Media-Aufklärungskampagne in Frankreich, um die Nachfrage nach Froschschenkeln zu reduzieren
Organisation eines gemeinsamen Briefes von mehr als 550 Forschern und Tierärzten an den französischen Präsidenten Emanuel Macron
Koordination eines gemeinsamen Briefes von 43 Organisationen an die EU-Umweltminister, um für eine Unterschutzstellung durch CITES zu werben
Pressearbeit führt zu weiteren 90 Medienberichten, inkl. CNN, Washington Post
Austausch mit europäischen CITES-Behörden, um Schutzanträge für die CITES-Konferenz 2025 auf den Weg zu bringen
Fast alle französischen Supermarktketten stoppen im Sommer 2024 ihre Froschschenkel-Importe aus Indonesien als Hauptexportland.
Die EU als Hauptabsatzmarkt reicht bei CITES einen Schutzantrag für großschenklige Frösche aus Südosteuropa ein
Sonderveranstaltung im Rahmen der CITES-Konferenz Ende 2025 zu den ökologischen Folgen des Froschschenkelhandels
CITES-Antrag auf weltweite Handelsbegrenzungen mit den vier relevanten Froscharten wird mit großer Mehrheit angenommen
Dies ist die erste CITES-Regelung für vom Froschschenkelhandel betroffene Arten seit 40 Jahren
Die Stiftung Zukunft jetzt! ermöglichte durch die Förderung der mehrjährigen Kampagne, ein lange übersehenes Tier- und Artenschutzproblem aufzuzeigen, Aufmerksamkeit bei Politik und Konsumenten zu verschaffen und letztlich den internationalen Handel mit Froschschenkeln drastisch einzuschränken. Diese Kampagne bewahrt Millionen Frösche vor einem grausamen Ende.
Jedes Jahr im April findet im Städtchen Vittel, in den französischen Vogesen, das „Fest der Frösche“ statt. Doch was klingt wie eine große Naturschutzveranstaltung zu Gunsten bedrohter Amphibien, ist in Wirklichkeit das krasse Gegenstück: Zum „Foire aux Grenouilles“ kommen vermeintliche Gourmets aus ganz Europa, um zwei Tage lang dem Konsum von Froschschenkeln in allen Variationen zu frönen: a...
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