von: Acker e. V.

Dank der Unterstützung der Stiftung Zukunft jetzt! beginnt für die Inklusive Luise-Kiesselbach-Grundschule in München und den evangelischen Kindergarten Floriansanger Neubiberg erneut ein Jahr voller Naturerlebnisse, Ackerfreude und kleiner sowie großer Aha-Momente. Die beiden Bildungseinrichtungen nehmen nun im zweiten AckerJahr an den Bildungsprogrammen „AckerRacker” (für Kitas und Kindergärten) und „GemüseAckerdemie” (für Schulen) des gemeinnützigen Sozialunternehmens Acker teil. Dabei erleben die Kinder unmittelbar, wie aus winzigen Samen knackiges Gemüse entsteht und entwickeln dabei ein Gefühl für Natur, Ernährung und Nachhaltigkeit.

Aktuell sind die Vorbereitungen für die zweite AckerSaison bereits in vollem Gange. Die Flächen werden vorbereitet, Beete nehmen Gestalt an, und die Pflanzworkshops für die Pädagog*innen stehen kurz bevor. Ein Blick auf das AckerJahr zeigt, wie vielseitig und lebendig die kommenden Monate an den Lernorten werden.

Das AckerJahr: Was die Kinder dieses Jahr erwartet

Die Programme GemüseAckerdemie und AckerRacker begleiten die Inklusive Luise-Kiesselbach-Grundschule und den evangelischen Kindergarten Floriansanger das gesamte Jahr über. Im Rahmen des Programms haben Kinder die Möglichkeit, den gesamten Gemüseanbau zu erleben – von der Vorbereitung der Ackerfläche über den ersten Setzling bis zur Ernte und der Vorbereitung des Ackerbodens auf den Winter.

März/April: Zeit, die Ackerfläche vorzubereiten!

In einem gemeinsamen Pflanzworkshop mit den AckerCoaches werden die Lehrkräfte und Erzieher*innen auf die kommende Saison vorbereitet. Sie lernen direkt auf dem Acker, wie sie die Beete vorbereiten, wie sie gemeinsam mit den Kindern Gemüsekulturen pflanzen, legen und säen und welche AckerTätigkeiten sie im Verlauf der Saison begleiten werden.

April/Mai: Die ersten Gemüsekulturen ziehen ins Beet

Gemeinsam mit erfahrenen AckerCoaches setzen die AckerTeams (Kinder, Erzieher*innen, Pädagog*innen und sonstige Unterstützer*innen vor Ort) die ersten Gemüsepflanzen der Saison in die Erde. In den darauffolgenden Wochen kümmern sich die Lernorte gemeinsam um die Jungpflanzen und erhalten ab dann wöchentliche AckerInfos per Mail. Hier bekommen sie wichtige Hinweise zur Beetpflege und den Tätigkeiten, die sie wöchentlich mit den Kindern umsetzen können. Durch regelmäßiges Gießen, das Entfernen von Beikräutern, das Hacken des Bodens und die Umsiedlung von Schädlingen sind die Kinder regelmäßig an der Natur. So erleben die Kinder Woche für Woche unmittelbar und spielerisch, welche Ressourcen junge Gemüsepflanzen benötigen, um zu wachsen.

Mai bis August: Die wärmeliebenden Pflanzen kommen in die Erde

Bei der zweiten Pflanzung ziehen nun die wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Zucchini oder Gurken in die Beete ein. Auch hierbei werden die Lernorte weiterhin durch AckerCoaches unterstützt. Haben die Lehrkräfte und Erzieher*innen in den darauffolgenden Wochen Fragen, können sie sich jederzeit an den persönlichen Support von Acker wenden. Außerdem haben sie das ganze Jahr über Zugriff auf die Acker-Lernplattform. Hier können sie sich zu allen Themen rund um die AckerSaison in regelmäßigen Online-Fortbildungen sowie durch aufbereitete Lerninhalte weiterbilden.

September/Oktober: Nachsaat & Herbsternte

An der Schule kommen auf die bereits abgeernteten Beete noch einmal schnell wachsende Sorten wie Radieschen oder Salate in den Boden, die die Saison verlängern. Die Lehrkräfte wurden hierbei im letzten Jahr noch von AckerCoaches angeleitet. Nun sind sie so weit befähigt, den Termin eigenständig zu planen und durchzuführen.

Oktober/November: Vorbereitung auf den Winter

Im Herbst werden alle empfindlichen Kulturen geerntet, winterfeste Sorten wie der Palmkohl dürfen aber auch den Winter über auf dem Acker stehen bleiben. Nun werden die Beete mit viel Mulchmaterial (Laub, Rasen- und Heckenschnitt, Beikräuter wie Brennnesseln oder Löwenzahn) bedeckt, damit sie gut geschützt durch die kalte Jahreszeit kommen. Der Boden kann sich in Vorbereitung auf das neue AckerJahr regenerieren und Nährstoffe für Bodenorganismen aufnehmen.

Warum diese Förderung so viel bewirkt

Die Unterstützung der Stiftung Zukunft jetzt! ermöglicht der Inklusiven Luise-Kiesselbach-Grundschule sowie dem Kindergarten Floriansanger Neubiberg die vierjährige Teilnahme an den Bildungsprogrammen. So kann der Gemüseacker als nachhaltiger, naturnaher Lernort an den Bildungseinrichtungen etabliert werden. Während die Pädagog*innen zunehmend dazu befähigt werden, die AckerTätigkeiten eigenständig an ihrer Schule oder ihrem Kindergarten umzusetzen, machen die Kinder ganz neue und erkenntnisreiche Erfahrungen rund um die Themen Gemüseanbau und Nachhaltigkeit, die sich positiv auf ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Haltung auswirken.

Die folgende Anekdote einer Erzieherin des Kindergartens Floriansanger aus dem Jahr 2025 zeigt anschaulich, wie neue Erfahrungen rund um das Gemüse die Kinder begeistern:

„Wir hatten dieses Jahr lila und grüne Buschbohnen. Als wir die lila Buschbohnen geerntet haben, waren die Kinder von der Farbe der Bohnen fasziniert, alle kannten nur die grünen Bohnen. Eine Kollegin kochte mit den Kindern am nächsten Tag eine Bohnensuppe und siehe da, auf einmal waren alle Bohnen grün. Die Kinder waren ganz begeistert von den Zauberbohnen die es nur in unserem Kindergarten gibt und die sich von lila in grüne Bohnen verwandeln können.“

Ob beim Pflanzen, Jäten, Ernten oder Entdecken, die kommende AckerSaison wird an beiden Lernorten bunt, lehrreich und voller gemeinsamer Erlebnisse. Wir freuen uns auf die Pflanzungen mit den Kindern, viele dreckige Hände und strahlende Augen.

Ein Beet in einem Schulhof
Beete in einem Kindergarten

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Kategorien: Projekt-News
Tags: Lokale nachhaltige Projekte, Ökologische Landwirtschaft, regenerative Landwirtschaft, Pflanzliche Ernährung