Die Stiftung Zukunft jetzt! unterstützt die Arbeit des Jane Goodall Instituts Deutschland e. V.. Nachfolgend veröffentlichen wir die Pressemitteilung des Instituts zum Making a Difference Award 2026.
„Die Ära endet nicht“: Dr. Jane Goodalls engste Vertraute Mary Lewis zu Gast in München – Making a Difference Award geht an die Hamburger Regenwald- Konferenz.
München, 20.10.2026 - Ein Jahr nach dem Tod von Dr. Jane Goodall, DBE, Gründerin des Jane Goodall Institute und UN-Friedensbotschafterin, hat das Jane Goodall Institut Deutschland ihr Vermächtnis in München gefeiert. Zu Gast waren Mary Lewis, über drei Jahrzehnte Jane Goodalls engste Vertraute, Wegbegleiterin und rechte Hand, und Federico Bogdanowicz, Geschäftsführer des Jane Goodall Institute Spanien und Senegal. Höhepunkte waren der „Making a Difference Abend“ am 16. Oktober 2026 im Werksviertel in München. Bei dem der „Making a Difference Award“ zum ersten Mal ohne Jane Goodall verliehen wurde, sowie das erste deutschlandweite Roots & Shoots Treffen am 17. Oktober 2026.
Mit dem „Making a Difference Award“ zeichnet das Jane Goodall Institut Deutschland Menschen und Projekte aus, die Jane Goodalls Überzeugung mit Leben füllen: Jede und jeder kann einen Unterschied machen. In den vergangenen Jahren wurde der Preis durch Dr. Jane Goodall persönlich verliehen. Preisträger der letzten Jahre waren unter anderem: GreenKiez e.V., Community Kitchen München, Recup, Kipepeo, Jane Goodall-Grundschule und Schrot &Korn.
In diesem Jahr ging die Auszeichnung an die Regenwald-Konferenz von Abenteuer Regenwald e. V. – ein Projekt, das Kinder und Jugendliche zu Gestalterinnen und Gestaltern macht und zeigt, dass Veränderung keine Frage des Alters ist. Die Verleihung bildete den Höhepunkt des Abends.
„Was für eine Ehre! Ich habe Jane Goodall vor zwölf Jahren persönlich getroffen, und ihre Haltung begleitet mich seitdem: warmherzig, ruhig, nicht laut, sondern wirksam. Dass der Award an unsere Regenwald-Konferenz geht, bedeutet deshalb viel für Abenteuer Regenwald und ganz persönlich auch für mich.“ sagt Kathrin Grau, Gründerin und Geschäftsführerin von Abenteuer Regenwald e. V.
Rund 100 geladene Gäste aus Naturschutz, Wirtschaft, Kultur und der Roots & Shoots Community kamen im Münchner Werksviertel zusammen – Menschen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise für Mensch, Tier und Umwelt einsetzen, an diesem Abend nicht nebeneinander, sondern miteinander. Durch den Abend führte Moderator Henning Prox (Vorstandsmitglied des Jane Goodall Instituts Deutschland). Zur Begrüßung brachten Vorstandsvorsitzende Ulrike Beckmann und Geschäftsführerin Yasmin Saruji des Jane Goodall Instituts Deutschland den Geist des Abends auf den Punkt: „Wir sind keine Konkurrenz. Wir verfolgen ein Ziel. Und jeder von uns macht auf seine Art einen Unterschied. “ Lorenz Knauer, Gründer des Jane Goodall Instituts Deutschland, Regisseur des Dokumentarfilms „Jane’s Journey“ und langjähriger Freund von Jane Goodall, würdigte die Forscherin in einer bewegenden Laudatio mit persönlichen Geschichten, Filmausschnitten und einem Appell, der nachhallt: „Jede und jeder von uns kann etwas verändern. “ Videobotschaften kamen von Fotojournalistin und Expertin für Vulkane Ulla Lohmann und Förster und Autor Peter Wohlleben. Den Abschluss bildete der „HOPE Song“ von Uwe Fahrenkrog-Petersen, gesungen von Jocelyn B.Smith
Im Gespräch gab Mary Lewis persönliche Einblicke in drei Jahrzehnte an Jane Goodalls Seite. Ab 1995 begleitete sie die Forscherin auf ihren Reisen um die Welt, organisierte ihren Vortragskalender und baute das weltweite Netzwerk des Instituts sowie das Jugendprogramm Roots & Shoots mit auf. Heute ist sie Vizepräsidentin des „Office of the Founder“ des Jane Goodall Institute und verbreitet weiterhin Janes Vision und Mission weltweit.
Federico Bogdanowicz, Anthropologe und Primatologe, berichtete von der Arbeit des Jane Goodall Institute im Senegal. Dort leben die letzten Westafrikanischen Schimpansen – eine akut gefährdete Unterart. Sein Team erforscht die Tiere ausschließlich mit nicht-invasiven Methoden und schützt ihren Lebensraum. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die Menschen vor Ort mit Wiederaufforstung, nachhaltiger Landwirtschaft, Umweltbildung und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Das Jane Goodall Institut Deutschland fördert die Arbeit im Senegal seit vielen Jahren. Mehr Informationen hier.
„Schimpansen können wir nur schützen, wenn es auch den Menschen in ihrer Nachbarschaft gut geht. Forschung, Bildung und die Bedürfnisse der Gemeinden gehören zusammen – das war Janes Ansatz, und er funktioniert“, sagt Federico Bogdanowicz.
Am 17. Oktober 2026 kamen 60 Roots & Shoots Mitglieder aus Deutschland in München zusammen. Mit der Einladung wollte das Jane Goodall Institut Deutschland den engagierten Umweltschützer:innen für ihren großartigen Einsatz in ihren Projekten Danke sagen.
Die älteste aktive Roots & Shoots Gruppe „Würmranger“ führte die Teilnehmenden durch ihr Projektgebiet: Sie setzt sich für die renaturierten Abschnitte der Würm, eines innerstädtischen Flusses in München, ein. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erwartete alle ein Workshop im Biotopia Lab des Museums Mensch und Natur. Zum Abschluss planten die Gruppen gemeinsam ihre Aktivitäten für das kommende Jahr und besprachen organisatorische Fragen. Roots & Shoots ist das internationale Kinder- und Jugendprogramm des Jane Goodall Institute, das Jane Goodall 1991 ins Leben rief. Junge Menschen setzen darin eigene Projekte für Mensch, Tier und Umwelt um.
„Danke, dass ihr Menschen zusammenbringt und inspiriert!“ , so lauteten zusammengefasst die Dankesworte der verschiedenen Gruppen.
Von links nach rechts: Kathrin Grau, Kristina Radke, Mary Lewis
Von links nach rechts: José Hazañas, Stifterin Petra Martin, Eli Perzlmaier
Von links nach rechts: Mary Lewis, Lorenz Knauer, Federico Bogdanowicz, Yasmin Saruji