Wirkungsvolle Veränderungen beginnen oft mit mutigen Ideen, die einen starken Nährboden brauchen. In einer Zeit, in der die Gestaltung eines nachhaltigen Ernährungssystems dringender denn je ist, braucht es innovative Köpfe, die über den Tellerrand hinausschauen. Genau hier setzt Kickstarting for Good (K4G) mit Unterstützung der Stiftung Zukunft jetzt! an. Der Inkubator befähigt Social-Impact-Gründer:innen und Organisationen, das globale Ernährungssystem gezielt in Richtung einer pflanzbasierten Zukunft zu entwickeln.
Das Herzstück von Kickstarting for Good ist ein intensives, 18-wöchiges Inkubator-Programm. Es kombiniert virtuelle Phasen mit intensiven Präsenzmodulen in Berlin und vermittelt unter Anleitung renommierter Mentor:innen die notwendigen Kompetenzen und Strategien zur Entwicklung wirksamer Initiativen.
Wie erfolgreich dieser Ansatz ist, zeigte der Abschluss der Kohorte 2025 im vergangenen November: Aus einem Pool von rund 1.000 Bewerbungen wurden 18 besonders wirkungsvolle gemeinnützige Initiativen ausgewählt und intensiv begleitet. Insgesamt konnte eine Startfinanzierung von über 300.000 Euro an diese Projekte weitergeleitet werden. Diese finanzielle Basis ist für viele junge Organisationen der entscheidende Funke, um ihre Arbeit aufzunehmen und erste Veränderungen anzustoßen. Innerhalb der ersten sechs Monate konnten die Projekte zusätzlich über 1.000.000 Euro einwerben.
Sichtbarkeit erhielten diese Projekte auch beim „K4G Summit“ Ende 2025 in Berlin. Die Veranstaltung bot Raum für den Austausch zwischen Förderer:innen, Gründer:innen und Expert:innen und machte einige der wirkungsvollsten neuen Initiativen aus aller Welt sichtbar.
Die Bandbreite der geförderten Projekte zeigt, wie vielseitig die Ansätze für ein besseres Ernährungssystem sein können:
Das „Children’s Nutrition Council” arbeitet an einem wissenschaftlichen Leitfaden für pflanzliche Kinderernährung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Damit schafft die Initiative eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation, die oft noch einseitig auf tierische Produkte setzen.
„Vegan Hospitality” setzt direkt in der Praxis an und unterstützt Hotels und große Veranstaltungsorte weltweit dabei, ihre Menüangebote attraktiv und pflanzenbasiert umzugestalten.
Die Initiative „Who Let The Docs Out” baut ein Netzwerk zur Unterstützung von Filmemacher:innen auf, um die Kraft des Films für sozialen, systemischen und kulturellen Wandel nutzbar zu machen.
Kickstarting for Good hat sein Angebot in den letzten sechs Monaten verstärkt um handlungsorientierte Formate erweitert. Ziel ist es, Teilnehmende auf dem Weg von einer bloßen Idee hin zu einem voll funktionsfähigen „Minimum Viable Product“ (MVP) zu unterstützen.
Eintägige Hackathons, Pitch-Wettbewerbe und Ideation-Bootcamps ermöglichen es den Teilnehmenden, ihre Annahmen zu testen. Ein Highlight war der Hackathon „Code For Compassion“, der Ende 2025 im Rahmen des K4G Summit stattfand. Veranstaltet in Zusammenarbeit mit den Alumni-Organisationen Electric Sheep und Open Paws traten hier mehrere Teams an, um technologische Lösungen für den Wandel des Ernährungssystems zu entwickeln.
Die Vision von Kickstarting for Good ist global, und das spiegelt sich zunehmend in der geografischen Ausrichtung wider. Das Programm hat seine Reichweite international erweitert und ist nun auch im Globalen Süden aktiv. In Brasilien sorgt ein neuer Entrepreneur in Residence dafür, dass aufstrebende Gründer:innen und Organisationen, die bisher kaum internationale Sichtbarkeit genossen, gezielt identifiziert und gefördert werden. Bei Co-Working-Retreats und Entrepreneurship-Events in Indien und Südamerika wurde Raum für Austausch zwischen Alumni, Mentor:innen und neuen Talenten geschaffen.
2026 geht das Programm mit Unterstützung der Stiftung Zukunft jetzt! in die nächste Runde und wird erneut Social-Impact-Gründer:innen und Organisationen begleiten, die das Ernährungssystem gezielt in Richtung einer pflanzenbasierten Zukunft gestalten wollen. Aktuell läuft bereits die Ausschreibung: Bewerbungen für die Kohorte 2026 sind noch bis Ende Mai auf der Webseite von K4G möglich. Die Initiativen aus der diesjährigen Kohorte werden sich beim „Plant Food System Summit” am 21. November in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen. Es bleibt spannend zu sehen, welche mutigen Ideen als Nächstes den Weg in die Umsetzung finden.