von: Ecosia

Was hat ein Tech-Unternehmen mit der Bekämpfung der Klimakrise zu tun? Wenn es um Ecosia geht – alles.

Und vielleicht nicht so, wie du es erwartest. Schon das einfache Suchen im Internet hilft unserem Planeten. Keine Spenden, keine zusätzlichen Klicks – einfach nur suchen. So, wie du es ohnehin schon dutzende Male am Tag tust.

Von der Idee zur Realität

Ecosia ist ein gemeinwohlorientiertes Tech-Unternehmen, das 100 % seiner Gewinne aus Anzeigen in den Suchergebnissen (das gleiche Modell, auf das auch große Tech-Unternehmen wie Google und Bing setzen) dazu nutzt, weltweit Baumpflanzungen und Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren.

Das in Berlin ansässige Unternehmen wurde 2009 von Christian Kroll gegründet. Als Christian nach Abschluss seines BWL-Studiums ins Ausland reiste, erlebte er soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung hautnah mit. Nach seiner Rückkehr nach Berlin machte er sich daran zu beweisen, dass ein Technologieunternehmen eine Kraft für das Gute sein kann, und beschloss, ein Unternehmen zu gründen, das seine Gewinne in weltweite Baumpflanzprojekte fließen lässt.

Jahrelang konzentrierte sich Ecosia auf das Pflanzen von Bäumen; heute hat das Unternehmen über 250 Millionen Bäume in mehr als 40 Ländern rund um den Globus gepflanzt. Seine Mission hat sich über das Pflanzen von Bäumen hinaus auf weitreichende Klimaschutzmaßnahmen ausgeweitet (mehr dazu später), doch Bäume liegen dem Unternehmen nach wie vor besonders am Herzen.

Nicht nur pflanzen, sondern Wälder anlegen, die bestehen bleiben

Jede Person kann einen Setzling pflanzen. Einen Wald anzulegen – einen, der Dürren übersteht, Wildtiere beherbergt und auch in fünfzig Jahren noch steht –, ist eine ganz andere Herausforderung.

Aus diesem Grund hat Ecosia das weltweite Netzwerk lokaler Baumpflanzorganisationen aufgebaut: über 125 Partnerorganisationen und mehr als 200.000 Personen, die vor Ort im Einsatz sind – vom brasilianischen Atlantischen Regenwald bis zu den Savannen Westafrikas. Diese lokalen Gemeinschaften, Förster und Landwirte kennen die Bedingungen die es braucht und haben allen Grund, sich dafür einzusetzen, dass die Bäume gedeihen, da sie sowohl das Ökosystem als auch ihre Lebensgrundlage sichern.

Unterstützt werden sie dabei von Ecosias hauseigenem „Tree Team“: Forstwirtschaftsexperten, Ökologen, Ökonomen und Sozialwissenschaftlern, deren Aufgabe es ist, auf die Details zu achten und die richtigen Baumarten am richtigen Ort zu pflanzen – mit der Unterstützung der Gemeinschaft vor Ort. Ecosia ist zudem technischer Partner des „Global Biodiversity Standard“, einer Zertifizierung, die darauf abzielt, echte Renaturierung von „Greenwashing“ zu unterscheiden.

Das Ergebnis ist ein Projekt, das 1.600 einheimische Baumarten umfasst, darunter 144 gefährdete oder bedrohte Arten – damit leistet die Ecosia-Community einen der wichtigsten Beiträge zum Schutz bedrohter Bäume weltweit. Viele dieser Projekte dienen gleichzeitig als Lebensraum für Wildtiere und bieten Arten wie Schimpansen, Orang-Utans, Lemuren und unzähligen anderen, die für das empfindliche Gleichgewicht der Ökosysteme entscheidend sind, neuen Lebensraum.

Und das Engagement endet nicht mit der Pflanzung. Bäume zählen erst dann, wenn sie drei Jahre überlebt haben – ab diesem Zeitpunkt beginnen sie, einen Beitrag für Klima, Wasser und Biodiversität zu leisten. Danach beobachten Ecosia und seine Partner die Bäume über Jahrzehnte hinweg mithilfe von Satellitenüberwachung, Biomasse-Tracking und Vor-Ort-Besuchen, um sicherzustellen, dass sie gedeihen.

Über Bäume hinaus: eine umfassendere Klimamission

Bäume waren der Anfang, doch im Laufe der Jahre hat sich die Mission von Ecosia erweitert. Das Unternehmen hat mehr als 100 Millionen Euro in Klimaschutzmaßnahmen investiert – darunter 18 Millionen Euro in erneuerbare Energien. Es errichtete 2018 sein erstes Solarkraftwerk und erzeugt mittlerweile mehr saubere Energie, als es selbst verbraucht, wodurch es effektiv dazu beiträgt, schmutzigen Strom aus dem Netz zu verdrängen.

Ecosia ist zudem zu einer lautstarken Stimme für eine andere Art von Tech-Industrie geworden. Das Unternehmen hat den European Search Index ins Leben gerufen, um die Abhängigkeit von der Infrastruktur der Big Tech zu verringern, einen eigenen Medienlizenzvertrag veröffentlicht, um fairere Vergütungen für Nachrichtenverlage durchzusetzen, und einen eigenen Browser entwickelt. Außerdem arbeitet es an KI-Suchfunktionen, die denselben Werten folgen: Datenschutz und schlankere, effizientere Modelle stehen im Vordergrund, und Nutzer haben die Möglichkeit, diese Funktion komplett zu deaktivieren, wenn sie lieber ohne sie suchen möchten.

Dann gibt es noch Projekte, die sich nicht eindeutig einer Kategorie zuordnen lassen: die Unterstützung von „BaumEntscheid“, einer Initiative für hitzebeständigere Städte; die Bereitstellung von 1 Million Euro für die Schaffung eines „Klimanobelpreises“; und die Rettung von 4.000 Tonnen Kartoffeln vor der Verschwendung, um aufzuzeigen, wie kaputt die Lebensmittelsysteme sind.

Hinter all dem steht ein rechtliches Versprechen, nicht nur ein Marketing-Slogan. Im Jahr 2018 unterzeichnete Christian Kroll eine verbindliche Verpflichtung, dass Ecosia niemals verkauft werden darf und dass 100 % der Gewinne stets dem Planeten zugutekommen. Das ist kein Versprechen, das bei einer zukünftigen Umfirmierung oder Übernahme stillschweigend verschwinden kann – es ist fest in der Unternehmensstruktur verankert.

Warum das wichtig ist

Die meisten von uns nutzen jeden Tag Suchmaschinen, und die meisten von uns machen sich keine Gedanken darüber, welche sie verwenden. Durch den einfachen Wechsel zu Ecosia kannst du Teil einer Bewegung werden, die einen echten positiven Einfluss auf unseren Planeten hat.

Wenn genügend Menschen diesen Wechsel vollziehen, entsteht eine Dynamik – mehr Lebensräume werden geschützt, mehr Solarkraftwerke gebaut und Wälder erhalten ihren Bestand, lange nachdem wir alle aufgehört haben, darüber nachzudenken, in welche Suchleiste wir unsere Suchbegriffe eingegeben haben.

Kategorien: Allgemein
Tags: Natur- und Umweltschutz, Maßnahmen zur Klimaadaption