Alles, was auf unserem Teller liegt, ist irgendwo gewachsen. Die Grundlage dafür ist ein gesunder, fruchtbarer Boden. Damit auch unsere Kinder und Enkelkinder morgen noch hochwertige Lebensmittel ernten können, müssen wir diese wertvolle Ressource heute schützen. Denn fruchtbarer Boden ist begrenzt, kann nicht beliebig ersetzt werden und geht mehr und mehr verloren.
Aber was wäre, wenn jeder von uns ein Stück Boden dauerhaft für eine nachhaltige, ökologische Bewirtschaftung zu sichern könnte? Genau dies ermöglicht BioBoden.
Denn gesunde Böden sind die Grundlage unserer Ernährung, der Artenvielfalt und eines stabilen Klimas. Dennoch gehen jedes Jahr wertvolle landwirtschaftliche Flächen durch Versiegelung, intensive Nutzung oder Bodenspekulation verloren, während ökologisch wirtschaftende Betriebe auf den Bodenmarkt kaum noch zum Zuge kommen. Genau hier setzt die Arbeit von BioBoden an: Die Genossenschaft sichert landwirtschaftliche Flächen dauerhaft für den ökologischen Landbau und entzieht sie der Spekulation. So entstehen langfristige Perspektiven für Bio-Betriebe und kommende Generationen.
BioBoden wurde 2015 auf Initiative von Landwirten und der sozial ökologischen GLS Bank als eigenständige Genossenschaft gegründet. Das Prinzip ist einfach: Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich als Mitglieder der Genossenschaft. Mit dem eingebrachten Kapital kauft BioBoden Äcker und Höfe auf Anfrage von Landwirtinnen und Landwirten. Diese Flächen werden anschließend langfristig und zu fairen Konditionen an die Betriebe verpachtet
Ein entscheidender Grundsatz dabei lautet: Die gesicherten Flächen müssen dauerhaft nach den Richtlinien eines anerkannten Öko-Anbauverbandes bewirtschaftet werden.
Die Arbeit von BioBoden geht weit über den Kauf von Flächen hinaus. Die Genossenschaft versteht sich als Gemeinschaft von Menschen, die Verantwortung für die Grundlage unserer Ernährung übernehmen möchten. Ziel ist es, regionale Lebensmittelproduktion zu stärken, biologische Vielfalt zu fördern und ländliche Räume langfristig zu erhalten.
Durch die Sicherung landwirtschaftlicher Flächen werden außerdem Hofnachfolgen erleichtert. Betriebe, die sonst möglicherweise aufgegeben würden, können weitergeführt und ökologisch bewirtschaftet werden. Damit leistet BioBoden einen wichtigen Beitrag zur Ernährungswende und zum Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft.
Das Besondere an BioBoden ist das genossenschaftliche Modell. Rund 7.500 Mitglieder sichern gemeinsam bereits über 5.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche für 90 Partnerhöfe in ganz Deutschland.
Mitglieder können die Partnerhöfe bei Hofführungen und Veranstaltungen persönlich kennenlernen oder im hofübergreifenden BioBoden-Hofladen regionale Spezialitäten aus ganz Deutschland direkt nach Hause bestellen.
Der Höhepunkt des Jahres ist die Generalversammlung im Juni. Jedes Jahr trifft sich die Genossenschaft auf einem anderen Partnerhof. Dort stehen nicht nur die formalen Beschlüsse im Mittelpunkt, sondern auch der Austausch über die Zukunft der Genossenschaft und der Ernährungswende. Gleichzeitig bietet das Wochenende Gelegenheit, die Menschen hinter den Höfen kennenzulernen und die Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft hautnah zu erleben.
BioBoden bildet eine Brücke zwischen der Landwirtschaft und den Menschen, die sie versorgt. So schaffen wir gemeinsam die Grundlage für die Lebensmittel von morgen.