Der BaumEntscheid München ist eine parteiübergreifende Bürgerinitiative mit dem Ziel, Münchens Straßen mit genügend schattenspendenden Bäumen auszustatten. Getragen wird die Initiative von einem ehrenamtlichen Team aus rund 150 Münchnerinnen und Münchnern. Gegründet wurde der BaumEntscheid München 2025 von den Studierenden Stefanie Günther (M.Sc. Politics & Technology) und Joseph Coenen (M.Sc. Urbanistik) als überparteiliches Bündnis, denn: Eine hitzefeste und lebenswerte Zukunft ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Initiative ist Teil des bundesweit tätigen, gemeinnützigen Vereins BaumEntscheid e.V.
Straßenbäume sind einer der wirksamsten Hebel städtischer Klimaanpassung: Sie kühlen, spenden Schatten und verbessern die Luftqualität – und wirken so direkt als Gesundheits- und Produktivitätsschutz in immer heißeren Zeiten. Außerdem steigern sie die urbane Lebensqualität. Der BaumEntscheid München verwandelt das gesellschaftliche Bewusstsein für die überhitzten Städte des Rekordsommers 2026 in konkretes politisches Handeln vor Ort und verpflichtet die Stadt auf ihre eigenen Klimaanpassungsziele.
Ziel ist eine Baumkronenüberdeckung von 30 % im Münchner Straßenraum bis 2040 – deutlich früher als der städtische Beschluss (2050) vorsieht. Aktuell werden selbst für das städtische Ziel von 2050 zu wenig Straßenbäume pro Jahr gepflanzt, allein am Mittleren Ring fehlen aktuell noch 15.000 Standorte. Mit einem Bürgerbegehren sammelt die Initiative seit Mai 2026 Unterschriften, noch bis 31. August 2026; parallel laufen Gespräche mit den Stadtratsfraktionen. Nach Einreichung der Unterschriften im Spätsommer 2026 wird sich zeigen: Kommt es zum Bürgerentscheid, oder kann man sich über eine Verhandlungslösung einigen?
„Wir spüren alle in diesen Tagen, wie sehr uns die Hitze Energie, Leistungsfähigkeit und Konzentration raubt", sagt Stefanie Günther, Co-Initiatorin des BaumEntscheids. „Bäume spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung und stärken die Lebensqualität in unseren Vierteln."
„Für den Schutz der Münchnerinnen und Münchner braucht es jetzt einen verbindlichen Fahrplan", ergänzt Co-Initiator Joseph Coenen. „Wir haben im vergangenen Jahr ausgewogene Ziele erarbeitet, die es von der Stadtspitze mit Einreichung des Begehrens zu diskutieren gilt."