Der Klimaklage-Fall Huaraz gegen RWE

Über den Fall Huaraz und die Stiftung Zukunftsfähigkeit

Gemeinsam mit der deutschen NGO Germanwatch unterstützt die Stiftung Zukunftsfähigkeit seit 2015 den peruanischen Andenbauern und Bergführer Saúl Luciano Lliuya bei einer zivil-rechtlichen Klimaklage gegen den deutschen Energiekonzern RWE. Durch die klimawandelbedingte Gletscherschmelze ist ein Gletschersee oberhalb der auf 3.500 m Höhe gelegenen Andenstadt Huaraz stark angewachsen. Im Falle eines Dammbruchs drohen Saúl Luciano Lliuyas Haus sowie einem großen Teil der unterhalb des Gletschersees gelegenen Stadt Huaraz eine Flutkatastrophe. RWE ist als Europas größter CO2-Emittent für rund ein halbes Prozent aller von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen weltweit seit Beginn der Industrialisierung verantwortlich. Saúl Luciano Lliuya fordert in diesem Musterprozess, dass der Konzern nun für rund 0,5 % der am Gletschersee notwendigen Schutzmaßnahmen aufkommt. Im kommenden Jahr wird voraussichtlich der innerhalb der Beweisführung vorgesehene Ortstermin in Huaraz mit den beteiligten deutschen Richtern, Anwält*innen und Gutachtern stattfinden.

Für das Jahr 2021 fördert die Stiftung Zukunft Jetzt! die wichtige Koordinations- und klimapolitische Beratungsarbeit rund um den Fall und den anstehenden Ortstermin.

Die Stiftung Zukunftsfähigkeit engagiert sich für globale Gerechtigkeit und die Beachtung der planetaren Grenzen im Sinne der 2030 Agenda und der Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens.

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